Im Rahmen des Ringtreffens anlässlich des 50. Geburtstags des Straßberger Burgnarrenverein, gab es am Samstag ein buntes Programm.
Ringtreffen Straßberg: Kinder-Ring-Umzug und Brauchtumsabend am Samstag
Im Rahmen des Ringtreffens anlässlich des 50. Geburtstags des Straßberger Burgnarrenverein, gab es am Samstag ein buntes Programm.
Straßberg – Mit einem farbenfrohen und bestens organisierten Kinder-Ring-Umzug setzte der Burgnarrenverein Straßberg beim Ringtreffen 2026 einen besonderen Akzent. Zahlreiche Fasnetsvereine zogen vor allem mit ihren Kinder- und Jugendgruppen durch die Ortsmitte und sorgten mit Häsern, Masken und Narrenrufen für echte Fasnetsstimmung.
Den Auftakt gestalteten die Straßberger Gastgeber mit dem Musikverein, dem Kindergarten, der Grundschule, dem Burgnarrenverein und der Guggenmusik Lavaria aus der Schweiz. Es folgte eine große Vielfalt an Narrenzünften aus der Region, darunter unter anderem die Germanenzunft Benzingen, die Hechinger Zoller-Hexen, die Narrenzünfte aus Geislingen, Nusplingen, Lautlingen, Binsdorf, Dotternhausen, Zimmern unter der Burg sowie zahlreiche weitere Gruppen.
Auffällig war vor allem die starke Beteiligung der Kinder- und Jugendabteilungen, die mit großer Freude und Disziplin das närrische Brauchtum präsentierten. Zahlreiche Zuschauer säumten die Straßen, Süßigkeiten flogen und überall war die Begeisterung der Kinder spürbar. Und die Kleinen kamen dabei groß raus: Mit Pyramiden übder Pyramiden - und einem Maus-Haufen der Deichelmäus. Auch bei den Guggenmusiken durfte die junge Unterstützung nicht fehlen, während bei den Hästrägern die Kinder teils Hand in Hand durch die Straße zogen - hin zum großen Festzelt hinter der Schmeinhalle, wo es mit einem Bühnenprogramm der Nachwuchs-Narren weiterging: Die Bisinger Nichthuldiger führten einen Showtanz auf, gefolgt den Tanzgarden des Burgnarrenvereins und einem Kinder-Hexetanz der Hechinger Zoller-Hexen. Auch die Showtanzgruppe der Lautlinger Kübele-Hannes zeigt ihren neuen Tanz, ebenso wie die Narrenzunft Balingen. Den Abschluss machten die Garde-Mädchen der Germanenzunft Benzingen.
Straßberg – Nach dem Auftakt des Samstages mit dem Kinder-Ring-Umzug und dem Stellen des Narrenbaumes erreichte das Ringtreffen des Narrenfreundschaftrings Zollernalb mit dem Abendprogramm am Samstag einen seiner Höhepunkte. In dem riesigen Festzelt – direkt angrenzenden ein separates Bar-Zelt – versammelten sich hunderte Narren um gemeinsam bei Musik, Showtanz und Brauchtumstänzen den Abend ausklingen zu lassen.
Thorsten Spörl, Vizepräsident des Freundschaftsrings, begrüßte zusammen mit dem Straßberger Vorstand Daniel Nagraszus die unzähligen Besucher - und kündigte an, was sich als untertrieben herausstellen sollte: Ein buntes und kurzweiliges Programm. Dieses entpuppte sich jedoch schon beim ersten Programmpunkt als exzellente Darbietung. Die Guggamusik der Vetterzunft Harthausen eröffnete den Abend mit einer musikalischen Einlage, die das Zelt zum Beben brachte. Rund drei Dutzend Musikanten positionierten sich auf der Bühne und gaben auf diversen Instrumenten ihre Stücke zum Besten. Ihnen folgt direkt die Guggenmusik Lavaria aus der Schweiz, die neben musikalischem Niveau auch mit einer kurzweiligen Bühnenshow überzeugte.
Danach wurde es im Zelt wärmer, ja gar zu heiß für einige Männer. Die Tanzgruppe "Black Pearl" aus den Reihen des Burgnarrenvereins zeigte sich elegant - in Netzstrumpfhosen, mit Frack und hautenger Oberbekleidung. Mal breitbeinig und mal den Hintern in die Luft streckend zeigten sich die Damen auf der Bühne - und kassierten den Applaus aller anwesender Gäste - nicht nur der Männer. Ihnen folgt ein ebenfalls beeindruckender Showtanz der Narrenzunft Geislingen unter dem Motto "Der Gestiefelte Kater" - gespickt mit waghalsigen Hebefiguren und akrobatischen Einlagen vom Feinsten. Neben weiteren Guggenmusiken überzeugten vor allem auch Indianer - die Straßberger Männergarde, die seit Jahren durch kreative Choreografien zu immer unterschiedlichen Themen pfiffige Tanzeinlagen liefert, liesen es auch beim Ringtreffen so richtig krachen. Nicht zuletzt aufgrund eines kleinen Stepptanz-Solos. Das Publikum war so begeistert, dass es als Zugabe nochmal den ganzen Tanz forderte.
Die Flotten Hosen - Landes-Vizemeister im Männerbalett - waren ebenso auf der Bühne zu sehen, wie die Narrenzunft Schlossbergturm aus Ebingen mit ihrem Hexetanz. Auch die Kobolder der "GFTP die Filderer" und der Original Steinlachtaler Fasnetsverein zeigten einen Brauchtumstanz, bevor die Partyband Alb-Sound bis in den frühen Morgen weiterhin für Stimmung sorgte, während an der Bar der Alkohol nur so über den Tresen floss. Die ein oder andere Auseinandersetzung war dabei wohl nicht zu vermeiden. SO hatte auch der eingesetzte Sicherheitsdienst am frühen Morgen alle Hände voll zu tun. Größere Auseinandersetzungen blieben jedoch zum Glück aus. Und so klang der Samstag zum 50. Geburtstag der Straßberger Burgnarren erst am frühen Sonntagmorgen aus. Ein voller Erfolg war es - da dürften sich alle Besucher einig sein.


























































































































