Schnee bringt erst das richtige Flair

Albstadt ist über Nacht in den Schnee eingetaucht. Der hat für noch bessere Stimmung auf dem Weihnachtsmarkt gesorgt.

Albstadt-Ebingen. Wie ein Wunder überraschte der Winter die Albstädter am Sonntag mit einer Schneeschicht und sorgte damit für das passende Flair auf dem Weihnachtsmarkt.

Seit Freitag hatten wieder knapp 100 Stände aller Art zum Verweilen und Genießen eingeladen. Doch es gab nicht, wie in anderen Städten, nur etwas für den Magen, sondern mindestens genau so viel mit Liebe Gebasteltes und Gestaltetes. Dabei war es egal, ob man einen kleinen Holzstern, einen Weihnachtselch aus einem Baumstamm oder kleine Kerzen als Dekoration gesucht hat – jeder wurde fündig.

A Tännschen please!

Die Bewirtung ließ keine Wünsche offen. Der Verkaufsschlager war ganz klar: Glühwein. Viele Stände lockten damit, egal ob mit rotem oder weißem.

Märchenerzählerin Sigrid Maute erzählte im beheizten Zelt Märchen für Jung und Alt und entführte ihre Zuhörer in eine andere Welt, wenn sie voller Emotion und mit Überzeugung sprach. Wer dann tiefenentspannt von der Märchenstunde nach Hause wollte, konnte sich direkt davor bei der Narrenzunft Alt-Ebinga noch eine Nordmanntanne aus Baden-Württemberg kaufen.

Doch auch selbst angesetzter Glühwein aus Chardonnay war im Angebot oder eine „Schranke“, also die Mischung aus rotem und weißem Glühwein, wie die Feuerwehr sie ausschenkte. Auf dem Bürgerturmplatz fanden Besucher die lebende Krippe, in der Jugendliche die Heilige Familie und die drei Könige darstellten, während Esel und Schafe um sie herum lagen.

Bei der Feuerwehr gab es eine „Schranke“ zu trinken!

Eröffnet haben den Markt Oberbürgermeister Klaus Konzelmann, der Nachtwächter aus Mühlheim an der Donau und Sankt Nikolaus, der an die zahlreichen Kinder jeweils ein kleines Geschenk, eine Schafsmilchseife der Albstädter Firma Saling, verteilte.

Am Samstag wartete auf die Gäste das Winter-City-Open-Air mit „Südlich von Stuttgart“ und „Voices, Hearts & Souls“ (wir werden noch berichten). Links von der Bühne stand die Weihnachtspyramide, auf der das ganze Wochenende lang Musikvereine gastierten. Zwischendurch drehte der Nachtwächter seine Runden, informierte die Besucher über die Uhrzeit und brachte ihnen den Segen. Trotz des Segens waren aber einige Sicherheitskräfte im Einsatz: Die Albstädter Feuerwehr und das DRK betrieben nicht nur einen Stand, sondern waren immer in Bereitschaft, um schnell einzugreifen.

Sicherheitsdienst und Feuerwehr arbeiten mit dem Roten Kreuz Hand in Hand

Der Sicherheitsdienst „beSave“ und die Polizei beobachteten außerdem das Geschehen, damit der Weihnachtsmarkt harmonisch verlaufen konnte und es für alle Besucher und Häuschenbetreiber ein ruhiges und besinnliches Wochenende wurde – und es hat funktioniert: Laut Polizei und Einsatzleiter von „beSave“ gab es keine größeren Zwischenfälle.

Von den „Holprigkeiten“, von denen Manuela Früholz bei der Eröffnung erzählt hatte, war nichts mehr zu spüren. Im leichten Schneegestöber endete der Ebinger Weihnachtsmarkt allerdings wieder einmal „viel zu früh“ – dieser Meinung waren viele der gut gelaunten Besucher.